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Rumänien-Fahrt vom 5. bis 11. September 2011
Am 05.09.2011 startete die 2. Tour nach Rumänien in diesem Jahr . An Bord des „Speranta“- Transporters ein reines Rentner–Team: Hansi Rose, Wolfgang Wolz aus Oldenburg und Arthur Keiser aus Uplengen.
Irene und Wolfgang Janssen konnten diesmal aus gesundheitlichen Gründen leider nicht dabei sein.
Abfahrt war um 08.00h an der Kapelle in Oldenburg. Ohne Zwischenfälle erreichten wir am frühen Abend unsere Zwischenstation, die Pension Buttinger in Utzenaich/Österreich.
Frisch gestärkt ging es am nächsten Morgen weiter: Österreich - Ungarn - Rumänien.
Bereits gegen 19.30h durften wir Monica, Dima und die Kinder im Haus „Oregon“ begrüßen.
Zu unserer Überraschung fehlten jedoch „unsere“ Kinder Ionel, Aurelia und Lucian. Sie verbrachten die gesamten Sommerferien bei ihrer leiblichen Mutter, die in einem kleinen Dorf ca. 20 km hinter Oradea lebt. Wie uns Monica und Dima berichteten, sind die Drei entschlossen, nicht nach „Caminul Felix“ zurückzukehren.
Am gleichen Abend führten wir ein längeres Gespräch mit dem stellvertretenden Direktor des Kinder-Dorfes, Paul Luncan. Er ist der Direktor für die Kinder. Er erklärte uns, dass, wohl. oder übel, der freie Wille der Kinder zu respektieren ist, dieses von Seiten der zuständigen Behörden auch so gesehen wird. Es werden von einem Sozialarbeiter des dortigen Kinderschutzbundes die Familienverhältnisse überprüft. Wenn keine gravierenden Beanstandungen / Mängel festgestellt werden, ist der Verbleib der Kinder bei der leiblichen Mutter vorrangig.
Mit herzlichen Grüßen in Richtung Oldenburg, auch von seinem Chef Marcel Filip, verabschiedete sich Paul Luncan. Über den Ausgang des Verfahrens wird „Speranta“ unverzüglich unterrichtet.
Aus dem anschließenden weiteren Gespräch mit Monica und Dima war deutlich herauszuhören, dass im Besonderen Monica etwas erleichtert schien, dass die drei Geschwister diesen Weg gewählt haben. Gerade Aurelia hat ihr in letzter Zeit viel Kummer bereitet.
Am 07.11. starteten wir in Richtung Tinca, nicht ohne vorher unsere unverzichtbare Dolmetscherin Geta eingeladen zu haben.
Am späten Vormittag trafen wir am Kinderheim „Speranta“ ein. Bei einer Tasse Kaffee führten wir ein Gespräch mit der neuen Direktorin, im Beisein von Cristina, Renata und Zoli. Das Verhältnis zwischen der Heimleiterin und den 3 Geschwistern schien arg angespannt. Die Direktorin würde gern etwas mehr Einfluss nehmen, speziell auf die Vergabe und den Umgang mit dem Taschengeld. Das gefällt den Kindern natürlich nicht so sehr.
Eine neue Waschmaschine wurde noch nicht angeschafft; das hierfür im Frühjahr übergebene Geld (300,00Euro) war noch vorhanden; es soll auf ein Sonderangebot gewartet werden.
Im Anschluss an das Gespräch wurden „unsere Drei“ bis zum Abendbrot freigestellt, was bereits im Vorfeld tatsächlich in schriftlicher Form vom rum. Kinderschutzbund genehmigt werden musste.
Im Rahmen eines Restaurant-Besuches nutzten Cristina, Renata und Zoli die Gelegenheit, ihrem Frust bezüglich der Direktorin und der Gesamtumstände im Heim freien Lauf zu lassen. Erfreulich ist die Tatsache, dass alle 3 sich entschlossen haben, weitere zwei Jahre die Schule zu besuchen, um einen guten Abschluss zu erreichen.
Die drei freuten sich über mitgebrachte Geschenke, besonders Renata, die am 11. September ihren 20. Geburtstag feiern wird..
Anschließend besuchten wir gemeinsam Didona, die im Haus „Speranta“ als Mutter arbeitet. In ihrem Haus berichtete sie bei Gebäck und frischen Weintrauben (aus eigenem Anbau) über einen längeren Aufenthalt als Begleitperson einiger Kinder bei Sponsoren in Belgien.
Ihre Meinung von der neuen Direktorin im Haus „Speranta“ zeugte nicht von Begeisterung!
Zum Abschluss des Besuches in Tinca machten wir noch einen längeren Spaziergang durch den dortigen Kurgarten, ein Trunk aus einer anerkannten Heilquelle eingeschlossen. –(Medizin schmeckt selten lecker!)
Als letzte Station unserer Reise stand am 08.09. ein Besuch bei Aglita und Romul Decian in Blaj auf dem Programm. Erfreut durften wir erfahren, dass Romul`s Gesundheitszustand sich sehr verbessert hat. Die Folgen der OP hat er gut überstanden, es schließt sich lediglich eine vierteljährige Nachuntersuchung an. Beide dankten ganz herzlich für alle Spenden und Gebete der Freunde in Deutschland. Sie sehen hoffnungsvoll in die Zukunft zumal sie vor Kurzem erstmalig Großeltern geworden sind (ihr Sohn David und seine Frau Amalia haben eine Tochter „Noelle“ bekommen).
Aglita hat uns, wie immer, köstlich bewirtet. Wir durchstreiften gemeinsam ihren Garten und waren erstaunt und begeistert von der Vielfalt des Obst- und Gemüse-Anbaues, den die beiden auf dem kleinen Grundstück betreiben. Kürbisse, Tomaten, Auberginen, Paprika Blumen und einiges mehr gedeihen prächtig. Dieses Jahr, so berichtete Aglita, musste zu ihrem Leidwesen jedoch ständig gewässert werden, da es in Rumänien seit fast 2 Monaten nicht geregnet hat. An den vertrockneten Mais- und Sonnenblumenfeldern, auch in Ungarn war dieses deutlich zu erkennen.
Nichtsdestotrotz verließen wir am nächsten Morgen ,Blaj, reichlich versorgt mit Obst, Gemüse, Walnüssen und ein Paar Flaschen Wein aus dortigem Anbau.
Zuguterletzt wurden wir am Abend des 09.09. von Geta und Virgil in ein schönes Restaurant in Oradea eingeladen, um Virgil`s 63. Geburtstag ein wenig nachzufeiern. Es war ein sehr netter unterhaltsamer Abend. Virgil überraschte uns mit erstaunlichen Geschichts-Kenntnissen.
Am 10.09. traten wir den Rückweg an und erreichten am späten Nachmittag des 11.09.2011 wohlbehalten die Heimat
Arthur Keiser
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